Es ist so wunderbar, endlich zufrieden zu sein. Zufrieden mit dem, was man hat, mit dem was man macht. Das ist ein sehr tiefes Gefühl, das automatisch beruhigt und den Stresslevel senkt. Zufriedenheit macht gelassener und geduldiger, umgänglicher und friedlicher. Zufriedenheit strahlt aus und zieht zufriedene Menschen an.

Nur: wie kommst du dorthin? Wie schaffst du es, endlich zufrieden zu sein?

Ganz einfach, mit den vier folgenden Schritten:

Akzeptanz

Der erste Schritt ist Akzeptanz. Akzeptiere, was ist. Dafür machst du zunächst eine Bestandsaufnahme, schreibst dir auf, wo du stehst, was du hast, was du machst, was du leistest. Damit machst du dir ein Bild von dir und deinem Leben. Das ist schon ein wichtiger Schritt, weil wir meistens ziemlich achtlos durch unseren Alltag rasen und am Ende des Tages nur sehen, was alles nicht ist.

Beim Aufschreiben machst du genau das Gegenteil: du notierst dir, was alles ist. Dabei werden dir Dinge auffallen, die du nicht magst, die dir nicht zusagen. Notiere auch diese Dinge, am besten auf einem gesonderten Zettel, darum kümmerst du dich später.

Wenn du jetzt deine Bestandsaufnahme gemacht hast, alles was ist und was dir gut gefällt, wirst du manchmal schon ganz überrascht sein: hey, da ist ja eine Menge, was gut ist. Und dann machst du bewusst diesen Schritt: Ich akzeptiere alles, was ist. Das macht mich aus, und es ist gut so.

Ändern, was zu ändern ist

Und jetzt bist du gefragt mit all deiner Kreativität und Vorstellungskraft: Nimm dir den gesonderten Zettel mit den Dingen, die dir in deinem Leben nicht zusagen. Überlege dir bei jedem Punkt:

Habe ich es in der Hand, das zu ändern? Dann tue genau das! Überlege dir wie, träume, plane und dann setze es um.

Oder hast du keinen Einfluss auf das, was dir nicht gefällt? Dann überlege dir, ob du deine Einstellung dazu ändern kannst. Und ob das, was dir nicht gefällt, mit einer geänderten Einstellung vielleicht doch zu akzeptieren ist. Manchmal reicht so ein Perspektivwechsel. Hole dir Hilfe, wenn du hier nicht weiterkommst.

Dankbarkeit

Jetzt weißt du schon ziemlich gut, wo du stehst. Wahrscheinlich spürst du schon einen Hauch von Zufriedenheit, denn so eine Bestandsaufnahme bringt viel Klarheit. Um das noch zu steigern, solltest du anfangen, aktiv dankbar zu sein. Notiere dir jeden Tag drei Dinge, Ereignisse, Menschen oder überhaupt das, was dir gut gefällt in deinem Leben, wofür du aktiv dankbar bist.

Das können ganz kleine Dinge sein, wie das Lächeln eines anderen Menschen, die erste Sonne nach drei Tagen Regen, der frische Duft von Zitronen oder Orangen – lass deine Sinne mal wieder aufblühen und spüre nach, wofür du dankbar sein kannst.

Dankbar kannst du natürlich auch für die größeren Dinge in deinem Leben sein: deinen Partner, deine Familie, dein Heim, dein Job. Am besten schaust du, dass du dir abends einen schönen Mix aus den großen und kleinen „Dingen“, für die du dankbar bist, notierst.

Du wirst schon nach ein paar Tagen merken, dass deine Zufriedenheit zunimmt. Aber am besten schreibst du ein paar Wochen deine Dankbarkeit auf, damit sich das so richtig verfestigt.

Positiv denken – aber wie?

Und jetzt geht es zuletzt um deine Gedanken. Wir haben am Tag tausende von Gedanken im Kopf, und nicht alle sind gut und schön. Ganz im Gegenteil, viele davon sind negativ, schlecht und wertend. Schlimmer noch: ganz Viele pflegen sich in Gedanken selbst richtig fertig zu machen mit Selbstzweifeln und Selbstkritik.

Hiergegen gibt es eine Menge Mittel und Übungen, an dieser Stelle möchte ich dir nur zwei empfehlen:

Sei dir selbst die beste Freundin.

Deine inneren negativen Dialoge machen dich fertig? Dann frage dich jedes Mal, wenn du das erkennst, wie du in derselben Situation mit deiner besten Freundin sprechen und welchen Rat du ihr geben würdest. Meistens ist das viel freundlicher und wohlwollender als das, was du dir selbst innerlich an den Kopf schmeißt. Also fang an, dir selbst die beste Freundin zu sein und dich besser zu behandeln.

Gedankenstopp

Wenn du merkst, wie negative Gedanken kommen und hochkriechen, werde dir dessen möglichst schnell bewusst und schicke sie aktiv in die Wüste. Es sind nur vergängliche Gedanken, lass das Denken los. Mit etwas Übung wird es klappen. Am besten funktioniert das, wenn du den Fokus auf das richtest, was gut ist in deinem Leben und was gut läuft. Auch hierfür ist die Bestandsaufnahme hilfreich, die ich dir oben empfohlen habe.

Und dann kommt der Zeitpunkt, an dem du aus ganzem Herzen sagen kannst: Ja, ich bin mit mir zufrieden. Und das ist ein Geschenk.

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